Ausgangslage

Seit Jahren suchen wir nach einem »Gebäude« für unsere kleine Familie und meine Firma (Werbe- und Internet-Agentur 11com7). Da wir beide nie (!) bauen wollten, hatten wir zuerst nach gebrauchten Häusern Ausschau gehalten. Durch die gewünschte Doppelnutzung privat und gewerblich, war das nicht einfach und es gab trotzt umfangreicher Suche immer nur sehr wenig passende Angebote – brauchbare leider noch weniger. Wenn es mal ein gab, fiel es nach intensiver Prüfung durch. Stefanie hatte schon immer ein möglichst energie-armes Haus vor Augen, während ich von Backstein, Stahl und Glas träumte. So zogen sich ein paar Jahre hin.

Doch ein Neubau

Nachdem wir für uns feststellten, dass es nichts passendes gebrauchtes und auch keine entsprechenden Häuser zum direkten Kauf gab. Entschlossen wir uns, dann halt doch zu bauen bzw. bauen zu lassen. Wir fingen an, im Internet zu recherchieren. Durch Zufall (über ein Prius-Forum) bin ich auf die Seiten der Firma Bio-Solar-Haus (ab hier meist BSH genannt) aus St. Alban gestoßen. Das war irgendwann Anfang 2009 – oder so. Die Grundrichtung gefiel mir sehr gut, wenn es schon nichts richtig »altes« wird, dann halt was deutlich »modernes« im Niedrigenergie-Bereich. An BSH gefiel uns sofort das einleuchtende Bauprinzip, das ohne die übliche »Zwangsbelüftung« auskommt. Ebenfalls sympathisch ist uns die Möglichkeit, dass man in einigen Testhäusern in St. Alban probe wohnen kann. Diese Möglichkeit haben wir bisher 3 mal zu unterschiedlichen Jahreszeiten in Anspruch genommen und waren jedes mal sehr zufrieden.

Hier in der Umgebung stehen leider nicht sehr viele BSH-Häuser (wenn ich mich nicht täusche 3). Zwei Familien haben wir in ihrem Haus besucht und uns über ihre Eindrücke und Erfahrungen in den Häusern informiert. Dabei wurde schon klar, dass es mindest einen größeren Unterschied gibt: beide hatten ihr Haus überwiegend selbst in Eigenleistung gebaut. Das ist bei uns aus zeitlichen Gründen nicht möglich.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es noch mindestens einen weiteren Unterschied gibt: beide hatten ihr Haus (wie vom Hersteller empfohlen) ohne Keller gebaut. Das hatten wir zuerst ebenfalls überlegt. Aus Platzgründen und auf Anraten von Freunden und Familie haben wir uns entschlossen, unser Haus mit einem Keller zu bauen.

Es wird ernst

Unser Baublog hatten wir bisher zwar eingerichtet, aber noch nicht genutzt. Wir haben in den letzten Monaten zwar bereits ein Bodengutachten erstellen lassen, mit Banken, BSH, Kellerbaufirmen und Architekten gesprochen – aber noch nicht darüber berichtet. Das soll jetzt anders werden. Wir hoffen, dass wir in dieser Woche die Kreditverträge unterzeichnen werden und vorher noch ein paar letzte Unklarheiten beseitigen können. Zumindest was die Vorplanung angeht, befinden wir uns im Endspurt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Kommentare zu Ausgangslage

  1. Alexey sagt:

    Bauen mit Keller ist meiner Meinung nach eine sehr wichtige und richtige Entscheidung. Aber wir genau funktioniert’s bei BSH ohne Belüftung?

    • dom sagt:

      Der »Trick« bei BSH besteht, aus zwei Teilen:

      1. Haus-in-Haus-Prinzip mit Außen- (Wetterschutz) und Innenhülle (Dämmung)
      2. stark gedämmte (Zellulose) und diffusionsoffene Innenwände

      Etwas ausführlicher ist es bei Bio-Solar-Haus (http://www.bio-solar-haus.de/haus-im-haus-prinzip.html) oder in dem Buch von Herrn Becher (Amazon) erklärt.
      Wir waren mehrere Male »probewohnen« und jedes mal sehr zufrieden. Bisherige Berichte von BSH-Bauherren war überwiegend positiv.

      • Stefan sagt:

        Hallo,
        „Bisherige Berichte von BSH-Bauherren war überwiegend positiv“. Darf ich fragen, was bemängelt wurde? Mir sind BSH vor einigen Wochen begegnet und ich hoffe, dass das nun endlich der Haustypus ist, mit dem ich bauen will.

        • dom sagt:

          Darauf kann ich nur schwer antworten. Um es so zu sagen, wenn ging es eher um ganz spezifische »Kleinigkeiten«. Nichts, was uns vom Bau eines Bio-Solar-Hauses abgehalten hätte.

          • Stefan sagt:

            Vielen Dank für die Antwort, ich werde weiter interessiert am Blog lesen und wünsche viel weiteren Erfolg beim Bauen (lassen), und dass es ebenfalls keine ernsthaften Einwände gegen das Haus geben möge!

  2. Ronald sagt:

    Hi,

    wir haben vor kurzem die Laing Elektroheizpumpe von einem Bekannten gezeigt bekommen und waren ziemlich beeindruckt.

    Wie sind eure Erfahrungen mit dieser „Heizung“? Probleme?
    Wie hoch fallen eure Heizkosten aus pro Jahr?
    Betreibt ihr eine PV Anlage zur Deckung des Strombedarfs?

    Danke, Ronald

    • dom sagt:

      Ich bin eher kein Fan von der Laing. Sie arbeitet bei uns allerdings auch überwiegend »nur« als Heizungspumpe – und dafür ist sie meiner Meinung nach zu laut und braucht zu viel Strom (alleine schon für Standby und Pumpe). Die Heizungsfunktion ist bei uns nur als »Notfallsystem« geplant, falls der Pufferspeicher zu kalt wird. Da wir im Winter nur mit einem manuellen Stückholzofen (+ Solarthermie, die ist im Winter allerdings selten »nennenswert«) heizen, müssen wir da ziemlich drauf aufpassen. Wir vermeiden so gut es geht, mit Strom dazu zu heizen. Einiges zur Laing findest du auch bei uns im Blog: suche nach »Laing«. Probleme mit der Laing selbst gab es ansonsten bisher keine. Dafür, dass sie zunächst falsch angeschlossen und mit einer zu schwachen Pumpe ausgeliefert wurde, kann sie ja nichts.

      Zu den anderen Fragen:

      1. Erfahrung mit der Laing als Hauptsystem haben wir nicht, da wir zum größten Teil mit Holz heizen!
      2. Die Laing liegt in diesem Jahr bisher bei ca. 290 kWh für Standby, Heizungspumpe und gelegentliches Zuheizen (also ca. 77 €)
      3. Wir haben keine PV-Anlage
      • Ronald Leutgeb sagt:

        Herzlichen Dank für die rasche und aufschlussreiche Antwort!

        Ronald…

Kommentare sind geschlossen.