Temperatur-Erfahrungen Wintergarten und Lufthülle

Bei der Planung unseres Bio-Solar-Hauses konnte uns niemand eine Auskunft zu den Temperaturen im Wintergarten – insbesondere im Winter – geben. Zur Sicherheit hatten wir u.a. deshalb auf »frostbeständige« Fliesen geachtet.

Durch unsere Bussysteme (KNX und 1-wire) erhalten wir eine Menge Messdaten (Temperaturen, Verbrauchswerte, …). Mit dem WireGate zeichnen wir diese Werte alle 5 Minuten (bzw. alle 15 Minuten bei Verbrauchszählern) in RRD-Datenbanken auf. Die Messwerte können damit über mehrere Jahre aufgehoben und auch als Diagramme visualisiert werden.

Als kleine Hilfe für zukünftige Bio-Solar-Haus Bauherren, anbei eine Temperaturübersicht der Außentemperatur (Nordwand), der Lufthülle (EG-Nordwand) und des Wintergartens (EG) von November 2012 bis Januar 2013:

Fazit/Erfahrung für den Winter 2012/2013

Auch wenn es noch nicht extrem kalt geworden ist, in diesem Winter, waren die Temperaturen zumindest mal für mehrere Tage deutlich unter 0 °C. Damit können wir – zumindest für unser Bio-Solar-Haus – den Schluss ziehen, dass die Temperatur im unbeheizten Wintergarten immer über 6 °C lagen – trotz Frost (- 6,73 °C). Die Temperatur der Lufthülle (zumindest an dem Messpunkt) lag jeweils über der Außentemperatur – meist sogar deutlich.

Ausblick

Leider sind wir noch nicht dazu gekommen, auch die 1-wire Temperatursensoren im Dachgeschoss komplett anzuschließen. Dann erhalten wir noch zusätzliche Messwerte z. B. zum Wintergarten im Dachgeschoss, der Lufthülle im Dachgeschoss und im Absorber (Spitzboden). Der Vergleich interessiert mich sehr.

Ebenfalls spannend sind für uns dann auch noch mal die Temperaturen wenn es mal so richtig warm ist. Bis dahin haben wir dann hoffentlich auch alle Sensoren komplett angeschlossen.

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3 Responses to Temperatur-Erfahrungen Wintergarten und Lufthülle

  1. Andreas sagt:

    Mach mal hin mit dem Anschliessen, das interessiert mich brennend.

  2. Willi Abel sagt:

    Habt Ihr die ganze Zeit nicht geheizt? Es steht doch der wasserführende Kaminofen im Wintergarten. Wann wurde der angefeuert?

    Ansonsten wirklich interessante Werte!

    • dom sagt:

      Der Kaminofen steht im oberen Teil, also im Dachgeschoss. Sobald es kälter als 11-12 °C draußen ist, müssen wir ihn täglich ca. 6-8 Stunden anheizen, damit der Pufferspeicher ausreichend heiß ist. Die meiste Energie (10 kW) gibt der Ofen über die Wassertaschen in den Pufferspeicher ab, 2-3 kW in den Wintergarten. Direkt vor der Ofenscheibe ist es dann auch etwas wärmer. Der Wintergarten (DG + EG + Absorber + Lufthülle) wird dabei aber kaum spürbar erwärmt. Welchen Anteil jetzt der Ofen daran hatte können wir aber nicht sagen/feststellen.

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